mal ehrlich

heute habe ich eine nette mail teilen, die ich als antwort auf einen längeren chat vor einigen tagen hatte. irgendetwas muss ich wohl während des chattes falsch gemacht haben, oder richtig. so oder so, ein netter beitrag zu „ich bin ja kein antisemit …„:

„späte antwort auf deine letzte message: «ich könnte übrigens nicht rabbiner werden, wenn mein partner nicht-jüdisch wäre

Erstaunt mich nicht, dass es so ist. Ich meine, wer sich für ein Mitglied von „Gottes auserwähltem Volk“ hält ( wie auch immer dieser angebliche Gott, der erfunden wurde, um sich selbst über den „Rest“ von geschätzten 99,9% der Menschheit, den sogenannten „goyim“ zu erheben; denn WAS könnte bedeutender sein, als von einem leibhaftigen Gott auserwählt zu sein??), kann sich selbstverständlich nicht mit etwas anderem verbinden. Ich halte nichts von solchen, wie ich meine ziemlich faschistoiden Weltanschauungen und bin eh der Ansicht, dass Religionen nur zur Abgrenzung von und der Herabwürdigung anderer dienen. Dazu werden sie auch bis heute benutzt.

Ebenso, wie die von Menschen verfassten Märchenbücher, wie Bibel, Thora oder Koran, die bis heute dazu dienen und benutzt werden, um Herrschafts- und Besitztansprüche (z. B. auf Land) zu begründen, OBWOHL archäologische und historische Fakten etwas anderes belegen. Wer sich von „den Anderen“ abgrenbzen und als etwas Besseres darstellen wollte, der erfand einfach eine neue Religion. So wird es bis heute gemacht, aber nun sind es halt Sekten, die sich gründen.

Auch kann ich nicht Leute, wie dich verstehen, die sich aus bestehenden Religionen einfach immer nur all das herauspicken, was ihnen gefällt und zusagt und den Rest verwewrfen. Gemäß dem Motto: „Wir basteln uns eine neue Religion“ Warum akzeptierst Du z. B. nicht, dass sowohl für Judentum, Christentum als auch Islam Schwule als „Fehlentwicklung“ und „Teufelswerk“ betrachtet werden?
Frage:
Wie weit kann man also Jude, Christ oder Moslem sein, wen sowas behauptet und von der MEHRHEIT der Anhänger jener Religionen geglaubt und entsprechend ag(it)iert wird? Wohl nur dan, wenn man sich sagt: „Das gefällt mir nicht, also nehme ich es aus meiner Privatreligion heraus“

So war es auch mit den (ärmeren, bäuerlichen) Israeliten, die sich von den (wohlhabenderen) Kanaanäern abgrenzen wollte, obwohl sie genetisch(!) mit ihnen verwandt sind und von ihnen abstammen. Wohl nach dem Motto: „Wir sind zwar ärmer, als Ihr, aber dafür von Gott erwählt und erhat uns auch Euere Land geschenkt!“ Ich brauche dir wohl nicht zu sagen, dass dieser BRUDERKRIEG bis heute anhält und besagte, selbstverfassten Schriften bis heute dazu dienen, Land zu okkupieren und zu anektieren sowie Menschen zu vetreiben und in Lager einzuferchen. Und sowas KOTZT MICH AN und widerspricht meinem Gerechtigkeitsempfinden! Und bis heute werden jüdische Siedlungen auf Ländereien ausgeweitet, die selbst der Bibel nach nie zu erez israel zählten. WARUM und mit welcher Begründung?

So schwer es einem gläubigen Juden auch fallen mag: Aber weder gab es je einen Auszug aus Ägypten, noch war Jerusalem zu Davids Zeiten so prächtig und groß, wie erzählt wird (alleine die in der Bibel angegebene Größe des Harems übersteigt bereits die erwiesene Zahl der Einwohner der Stadt zu jener Zeit!)

Außerdem sind sie ein Mittel, um bestehende Ungerechtigkeiten (z. B. die Verteilung materieller Güter zu legitimieren: Ist halt angeblich Alles „gottgewollt“ und „gebt dem Kaiser, was des Kaisers gebührt“ …) und eine komplexe Welt auf einfach Weise zu „erklären“.

Mal ehrlich: Kann man Menschen, die glauben UND behaupten, dass Mohamed von Jerusalem aus auf seinem weißen Hengst in den Himmel ritt oder die glauben UND behaupten, dass Jesus von den Toten auferstand und in den Himmel entschwebte oder solche, die behaupten UND glauben von Gott erwählt zu sein, wirklich ernst nehmen? Würde jemand sowas heute behaupten gesehen zu haben, so käme er doch in die Psychiatrie, oder?

Ich lasse JEDEM seinen GLAUBEN, möchte aber meinen „Unglauben“ behalten dürfen. Doch TOLERANZ sucht man auf Seiten der „Gläubigen“ zumeist ja vergeblich. LEIDER!“

noch fragen?

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