in knapp zwei wochen

geht das neue semester los und damit beginnt wieder der geregelte tagesablauf eines studenten. mein stundenplan wird diesmal sich mehrheitlich daran orientieren, lücken zu füllen, die zur ordnungsgemäßen erfüllung der studienordnung noch geschlossen werden müssen. so werde ich einen einführungskurs zur hebräischen bibel besuchen. da ich aber die dozentin kenne, bin ich mir sicher, nicht nur einen vortrag darüber hören zu müssen, wie man den tanach am besten in viele einzelteile zerlegen kann, bis von seiner besonderheit und wunderbaren zusammenfügung nichts mehr übrig bleibt und aus einer heiligen schrift eine banalität geworden ist. leider gibt es tatsächlich bibelwissenschaftler, die hier mit dem feingefühl einer abrissbirne vorgehen.

meine praktikumsgemeinde - entwurf der neuen synagogedas neue semester bringt aber auch eine wichtige neuerung in meiner ausbildung am geiger kolleg mit sich. ich habe eine praktikumsgemeinde, die ich als rabbinerstudent nun einmal im monat besuche. dort werde ich die G’ttesdienste und einen shiur leiten und bar-mitzwah-unterricht geben. dass ich mich sehr auf die praktischen erfahrungen freue, brauche ich nicht wirklich zu betonen. bereits zwei mal habe ich die gemeinde als gast besucht und bin sehr angetan von dieser offenen, lebendigen gemeinde. in regelmäßigen abständen werde ich hier über meine besuche berichten.

in der kommenden woche werde ich an einer studienfahrt nach lublin teilnehmen. unter dem titel „interruption and renewal of religious traditions“ treffen sich studenten aus polen, den usa, israel und deutschland, juden und christen in dieser, für das jüdische leben vor der shoah so bedeutenden stadt. es wird zugleich mein erster besuch in polen überhaupt sein und ich bin sehr gespannt, was mich erwartet. auch hiervon werde ich berichten.

abschließend: meine lieben freunde, elina und marcin, heiraten motzei shabbat. auch auf diesem weg wünsche ich ihnen einen wunderschönen start in die ehe und alles glück und allen segen. mazal tov!

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