sehenswert – meine meinung

so, letztes wochenende hatte ich endlich auch die möglichkeit, den beitrag auf br-alpha zu sehen.

wie einige von euch bin ich auch nicht 100% begeistert von dem was rausgekommen ist. von der fragestellung jüdisches lehren und lernen ist nicht wirklich viel rübergekommen. es war eher ein portrait über zwei münchner, das mit kleinen beiträgen aus berlin etwas ausgepeppt wurde.

die kritik von medbrain, dass man zu wenig über mein studium erfahren würde stimmt leider sehr. und wenn ich mir überlege, was alles gedreht wurde, dann ist diese kritik noch mehr berechtigt. aber aus den zugesagten knappen 10 minuten über mich sind ja auch nur 5 geworden.

warum chanukka-markt und jüdisches museum. ja es ist klischee-behaftet, aber es tut ja nicht weh. in berlin gibt es immerhin einen chanukka-markt und damit ein weiteres sichtbares zeichen jüdischen lebens. das problem an dem markt ist, dass er noch zu wenig jüdisch ist, aber dies liegt nun wirklich in „unseren“ händen. etwas wird nur zum klischee, wenn wir es dazu verkommen lassen.

es war sicher nicht meine erste wahl, mich dort filmen zu lassen, aber wir suchten einen ort, der mal nicht in einem gebäude ist und den der zuschauer „als jüdisch“ zuordnen kann. ein friedhof, wie in dem beitrag über die heidelberger studenten, war nun wirklich nichts für mich. dann lieber ein ort der begegnung.

 „soisses“ schrieb, das der beitrag für br-alpha recht seicht war. ich kann zwar nicht beurteilen, wie andere sendungen des senders sind, aber du hast recht, irgendetwas fehlte. wir dürfen bei allem nicht vergessen, dass der beitrag nicht für „juden“ gedreht wurde, so wie das jüdische museum nicht für juden ist, sondern für unsere nicht-jüdische umwelt. und wie das museum wurde er von nicht-juden gemacht. wir müssen also versuchen, uns in sie zu versetzen und entsprechend unsere erwartungen anpassen. grobe schnitzer waren definitiv nicht im film. meine meinung.

wer sich den beitrag noch einmal oder zum ersten mal ansehen möchte, er wird 21. März 2007 um 18.00 Uhr auf BR alpha wiederholt.

32 Gedanken zu „sehenswert – meine meinung

  • 22. Februar 2007 um 14:50
    Permalink

    Der Markt im jüd. Museum war nicht ein reiner Chanukkamarkt – er war überwiegend ein Weihnachtsmarkt mit einem Stand, an dem Judaica angeboten wurde. Stattgefunden hat er im jüd. Museum unter dem Stichwort „Weihnukka“ was ja nun *das* Klischee schlechthin von verwaschenen jüdischen Fragmenten und hier auch Vereinnahmung darstellte. Gesehen hat man Dich an den Herrenhuther Sternen und fragt sich dann, was ein Rabbinatsstudent daran so anziehend findet. Zusammengefasst: Hauptrolle in Jewish Disneyland übernommen.

    Berlin hat nebenbei bemerkt wesentlich interessantere Orte als die von Dir gewählte Kombination!

    Der Eindruck, den Nichtjuden hier von jüdischer Lernkultur vermittelt bekamen jagt mir Schauer über den Rücken. Das war Niveau einer 1. Klasse (d.h. am Schulanfang)!

  • 22. Februar 2007 um 22:32
    Permalink

    Also ich weiß nun wirklich nicht, was an dem Chanukkamarkt ein weiteres „Zeichen jüdischen Lebens“ sein soll. Vielleicht erklärst Du das nochmal?

    Ich hatte medbrains Kritik übrigens dahingehend verstanden, daß Dein BLOG zuwenig Infos über Dein Studium etc. bringt…

    Und ich verstehe übrigens auch nicht, wieso sich Nichtjuden in Museen irgendwie halbe Wahrheiten oder Dinge gebracht werden, die angeblich „ihren Erwartungen angepasst“ sind. Das klingt entweder naiv, arrogant oder dümmlich.

    Sorry.

  • 22. Februar 2007 um 22:36
    Permalink

    Korrektur:

    Und ich verstehe übrigens auch nicht, wieso man Nichtjuden in Museen oder sonstwo irgendwie halbe Wahrheiten oder Dinge erzählen muß, die angeblich “ihren Erwartungen angepasst” sind. Das klingt entweder naiv, arrogant oder dümmlich.
    Nochmal sorry für letzteres, aber vielleicht verstehst Du, was mir aufstößt.

  • 22. Februar 2007 um 23:08
    Permalink

    ich bin mir nicht sicher, ob weihnukka zum beispiel eine halbwahrheit ist. es entspricht nicht meiner realität, aber meine beobachtungen lassen schon den schluss zu, dass es für viele jüdische familien ein teil ihres jüdischen lebens ist. nur gibt es kaum einer zu. vielleicht spiegelt uns ein solcher beitrag und die wahrnehmung unserer „beobachter“ mehr wirklichkeit vor, als uns lieb ist.

    ich würde in einem beitrag über das judentum auch nie jemanden sagen lassen, dass er schweinefleisch ist, in dem beitrag kam es aber vor und gibt damit die ungeschönte wahrheit wieder. in meinen augen ist es eher naiv anzunehmen, jüdisches leben ist in deutschland so wie es im buch steht.

    mein beitrag als rabbinerstudent kann nur sein, impulse zu geben, seinen eigenen weg bewusst zu gehen und sich nicht illusionen hinzugeben. weder der einen, dass ein jüdisches leben belanglos und wertlos ist/sein kann, noch dass es nur traditionell ala oberrabbiner lau sein muss.

    ebenfalls naiv war/ist anzunehmen, dass fernseh-teams einen bericht so filmen, dass er 100% mit den eigenen vorstellungen übereinstimmt. jeder, der schon mal ein interview gemacht hat, wird das am eigenen leib gespürt haben. journalisten haben – zum glück – ihren eigenen kopf und ihre eigene vorstellung. es geht, das bestmögliche daraus zu machen.

    meine meinung ist, dass es immer noch besser ist, raus in die öffentlichkeit zu gehen und ggf. nur einen teil seiner botschaft abzugeben als im dunklen kämmerlein zu sitzen und zu bejammern, dass keiner einen wahrnimmt. ich mag das jüdische museum auch nicht, da es z.b. dem progressiven judentum nicht gerecht wird, aber (!) das museum hat vielen menschen ein positives bild vom judentum vermittelt und damit berührungsängste und vorurteile abgebaut.

    jewish disney land? ich glaube das kam in dem beitrag nicht vor, sondern eine jewish reality show, die, wenn man selbst betroffen ist, immer ein wenig weh tut.

  • 22. Februar 2007 um 23:17
    Permalink

    ps. die kritik, ich würde zu wenig von meinem studium berichten, habe ich aufgenommen und will es verbessern. mir ist das nicht so aufgefallen und ehrlicherweise weiss ich auch nicht unbedingt, was wichtig ist und was nicht. aber ich werde es versuchen und hoffe auf euere rückmeldungen.

    matronit, keine sorge, ich kann kritik verstehen und kann auch verstehen was dir aufstößt. noch mal, ich war auch von dem beitrag etwas enttäuscht. wir haben an anderen orten gefilmt und das kam nicht rüber, ich habe mehr zu meinem studium gesagt, das wurde nicht gesendet, und das progressive judentum wurde auf, „hier können frauen gleichberechtigt teilhaben“ reduziert, aber immerhin war ich im fernsehen :-)))

  • 24. Februar 2007 um 19:04
    Permalink

    Nur zur Erläuterung: ja, ich bezog das m.E. Fehlen d. Studiums hier v.a. auf das Blog, jedoch auch in Anbetracht des Themas der Sendung (Jüdisches Lernen) fand ich, dass von einem Rabbinatsstudenten etwas anderes als Erkundigungen nach Weihnachtssternen hätte gezeigt werden können.

    „Weihnukka“ gehört nicht zum Leben meines jüdischen Umfelds (schon gar nicht zu meinem eigenen).

    Jewish Disneyland, weil es eine Judentum-light Darstellung ist, die m.E. nicht der Realität entspricht.

  • 28. Februar 2007 um 11:09
    Permalink

    „und das progressive judentum wurde auf, “hier können frauen gleichberechtigt teilhaben” reduziert“

    Vor allem: wenn man sich das Zahlenverhältnis Studenten-Studentinnen auf der Website des AGK ansieht, dann fragt man sich, ob die einzigste Studentin dort womöglich eine „Quotenfrau“ ist…

  • 28. Februar 2007 um 11:23
    Permalink

    dass wir momentan nur eine frau am kolleg als studentin haben, ist nicht das problem des kollegs, sondern eher „der fehlende mut“ der frauen, diesen beruf ergreifen zu wollen. ich halte es für extram wichtig, mit frauen gemeinsam zu studieren und damit dem ganzen studium eine größere, von mir wirlich als solche empfundene, bandbreite zu geben.

    ansonsten sorgen eine vielzahl an dozentinnen dafür, dass wir nicht zu einem reinen männerhaufen 🙂 verkommen.

    also der aufruf an alle frauen, bewerbt euch!!! frauen als rabbinerinnen gehören in andern ländern schon zum normalen bild in den synagogen und am HUC (hebrew union colleg) in den usa unter den eingeschrieben studenten schon zur mehrheit. ihr habt es in der hand, dies auch in deutschland zu verwirklichen. und der fall gesa ederberg zeigt, dass sich auch traditionellere gemeinden öffnen.

  • 28. Februar 2007 um 11:29
    Permalink

    @matronit: noch ein kleiner nachtrag. meine mitstudentin auf eine quotenfrau zu reduzieren ist fast schon bösartig und schmälert ihr ansehen. in meinen augen ist sie mit abstand eine der besten von uns allen und deine äußerung beweist einmal mehr, dass frauen an gleicher stelle doppelt so viel leisten müssen, um anerkannt zu werden.

    weder das kolleg, noch das progressive judentum hat es nötig „quotenfrauen“ zu haben, es hat gute frauen, die mit fug und recht die positionen einnehmen, die sie besetzen.

  • 28. Februar 2007 um 12:33
    Permalink

    Also ich kannte eine Frau, die sich vor einigen Jahren am AGK beworben hatte – sie wurde abgelehnt. Ich hielt und halte sie für sehr kompetent, sie wäre eine wunderbare Rabbinerin geworden.
    Ich denke nicht, daß Frauen der „Mut“ fehlt, sondern tatsächlich immer noch die Unterstützung. Was für Männer selbstverständlich ist, ist für Frauen oft immer noch nicht selbstverständlich – vieles davon läuft auf Ebenen ab, die nicht mit bloßem Auge erkennbar sind.
    Viele Gemeinden wählen lieber einen Mann, mit einer Frau ist alles viel schwieriger, ein extra Kampf. Es ist Weiden und auch Oldenburg hoch anzurechnen, daß sich sich diesem Kampf gestellt haben.

    Du wirst mir sicher zustimmen können, daß auch das progressive Judentum nicht vollkommen ist, was die Gleichberechtigung der Geschlechter angeht. Auch dort gibt es noch allerhand nachzubessern – ob es nun um den Anteil von RabbinatsstudentINNEN an deutschen Ausbildungsinstituten geht oder um die Besetzung höherer Posten am Ausbildungsinstitut (am AGK setzt sich Präsidium, Rektorat, Senat und Direktorium NUR aus Männern zusammen, im Kuratorium findet man dann 3 Frauen auf 10 Männer, ein etwa ähnliches Zahlenverhältnis scheint in der Ausbildung zu sein bzw. sogar noch schlechter (3:12, alle Infos von der Website). Vielleicht kannst Du das genauer aufschlüsseln, Du hast ja Binnensicht).

  • 28. Februar 2007 um 12:36
    Permalink

    PS Frauen MÜSSEN doppelt soviel leisten, um anerkannt zu werden.
    An dieser Realität hat sich noch nicht viel geändert.

  • 28. Februar 2007 um 22:34
    Permalink

    Ich denke schon, daß man das Thema hier in Deinem Blog weiterdiskutieren kann. Wo sonst?

    Ich stimme nicht mit Dir überein, was das Thema der Auswahl angeht – Auswahlen sind immer auch subjektiv, an jeder (kleinen) Uni und an jeder anderen Institution, so sicher auch am AGK. Immer gibt es Gründe warum Kandidaten genommen werden oder nicht, die über das Sachliche oder die Frage nach Qualität hinausgehen (passen sie ins Profil, wo bringt man sie später unter, sind sie auf der gleichen Linie, was ist von ihnen voraussichtlich zu erwarten etc.). Ich bin mir bei keiner Institution sicher, daß Ablehnungen immer ihren „guten“ Grund haben. Oft sind die Ablehungen politisch oder persönlich motiviert (und die Liberalen in Deutschland so wie auch das AGK haben immer sehr politisch motiviert gehandelt).
    Da muß man ganz ehrlich sein, vor allem, wenn es um eine Institution geht, der man angehört ;-).

  • 1. März 2007 um 08:01
    Permalink

    Ich habe nie bestritten, dass das Kolleg „politisch“ ist, das ist jede Institution. Und auch ein Grund, dass jemand nicht ans Kolleg kommt, kann politisch sein. Ob der Grund „gut“ ist, oder nicht, liegt im Auge des Betrachters. Als ein „Liberaler“ wurde ich auh von einigen orthodoxen Institutionen abgelehnt, teilweise recht schroff. Der „Markel“ (in ihren Augen) liberal zu sein hat gelangt. Hier handelte es sich 100% nur um eine idiologische/politische Entscheidung.

    Und dass die Entscheidungen „persönlich“ sind, liegt in der Natur der Sache. Wir sind Menschen und neben sachlichen Gründen gibt es immer auch subjektive Empfindungen, die die letztendliche Entscheidung ausmacht. Es kann ja nicht sein, dass nur der Bewerber entscheiden kann, ob ihm der Haufen gefällt und ob er da rein passt. Dies ist in jeder Firma so. Ich habe ja einge Jahre in einem Verlag gearbeitet und da war ein entscheidendes Kriterium, dass die Chemie stimmen muss.

    Auch wenn ich nicht solche Auswahlgespräche am Kolleg führe und nur mein eigenes hier als Referenz heranziehen kann, will ich doch behaupten, dass sie fair und ehrlich sind. Es ist keine einfache Angelegenheit. Mir ging es aber anschließend so, dass ich einen ganz guten Eindruk davon hatte, was mich erwartet, wo meine Schwächen sind und wie meine Stärken ausgebildet werden können.

    Adi

    P.S.:Mich hat an deinem Kommentar lediglich gestört, dass Du meine Kommilitonin auf eine Quotenfrau reduziert hast und damit ihre Leistungen schmälerst. Genau solche Aussagen sind der Grund dafür, dass Leistungen von Frauen nicht als gleichwertig anerkannt werden.

  • 1. März 2007 um 09:51
    Permalink

    „Als ein “Liberaler” wurde ich auh von einigen orthodoxen Institutionen abgelehnt, teilweise recht schroff.“

    Das kann ich mir eigentlich nicht vorstellen. Ich habe noch nicht erlebt, daß Liberale in orhtodoxen Institutionen abgelehnt wurden, weder in Israel noch hier. (Kritisch) befragt, erstmal abwartend beschwiegen, auch durchaus mal befrozzelt, aber nicht abgelehnt. Jemand, dessen Status nicht in Ordnung ist, kann allerdings schon Probleme bekommen, aber auch hier kommt es auf das Thema an.

    Könnte sein, daß bei Dir eine Rolle für Deine Aufnahme ans Kolleg Deine Mitgliedschaft in der immerhin wichtigsten liberalen Gemeinde Deutschlands gespielt hat?

    Nein, mein Kommentar schmälert nicht das Ansehen von Frauen. Er ist ein wichtiger Kommentar. Denn selbst in Institutionen, die sich als Verwirklicher von Gleichberechtigung gerieren, gibt es diese wunden Punkte (ich habe Dir ja aufgezählt, wie das Männer-Frauen-Zahlenverhältnis am Kolleg lt. website ist).
    Und diese Punkte muß man auch ansprechen können, ohne dann den schwarzen Peter zugeschoben zu bekommen.

  • 1. März 2007 um 14:23
    Permalink

    Matronit, glaube mir, die orthodoxe welt, ist genauso ein spiegelbild der gesellschaft, wie es bei den liberalen ist, es gibt engagierte, zurückhaltende, hervorragende und möchte-gerns, politiker, rücksichtslose und wiederum die freundlichsten menschen, die du dir vorstellen kannst.

    und natürlich gibt es menschen, die wissen, dass ich ein vertreter des progressiven judentums bin und mich deswegen schräg behandeln um es freundlich zu bezeichnen. ich kann damit leben, es ist ein teil der jüdischen realität.

    die entscheidung ans kolleg zu gehen hat für ich persönlich etwas mit der mitgliedschaft bei beth shalom zu tun gehabt, ebenso dass ich mitglied bei jung und jüdisch war und bei arzenu bin. und ich bin mir sicher, dass mein engagement eine entscheidunghilfe beim kolleg war. alles andere wäre ja auch blödsinnig. aber !!! einen automatismus darin zu sehen, er kommt von beth shalom und schon kann er am kolleg studieren ist genauso herabwürdigend wie eine quotenfrau bezeichnung. das kolleg ist doch kein selbstbedienungsladen.

    es geht hier schließlich um menschen. und nicht um statistiken. provokation ist okay, wenn sie den rahmen des angemesse beibehält.

    und bezgl. der gleichberechtigung, ich stehe dazu, dass es nicht am kolleg liegt, dass zuwenig frauen gibt, die sich als rabbinerinnen ausbilden lassen wollen. die aufnahmeriterien sind für frauen die gleichen wie für männer und das müssen sie auch sein, sonst könnte man nämlich wirklich von quotenfrauen sprechen. ein wunder punkt ist es übigens für alle jüdinnen und juden in deutschland, da es eine bereicherung wäre, mehr rabbinerinnen zu haben. meine meinung.

  • 1. März 2007 um 21:00
    Permalink

    Ich bin davon überzeugt, daß sich meine „Provokation“ im Rahmen des Angemessenen hielt. Schade übrigens, daß Du so gar nicht auf die „statistische Erhebung“ eingehen willst, die ich bezüglich der Zahlenverhältnisse weiblichen und männlichen Dozenten des AGK aufgestellt habe.

    Und ja, „glaube“ 😉 mir, daß ich sehr genau weiß, wie die orthodoxe Welt ist. Ich kann Dir versichern, solange Du einfach nur als (halachischer) Jude in die orthodoxe Welt (hierzulande) kommst, und nicht als „Vertreter“, dürfte es keine Probleme geben.

  • 5. März 2007 um 09:17
    Permalink

    @ Matronit

    quote:“solange Du einfach nur als (halachischer) Jude in die orthodoxe Welt (hierzulande) kommst, und nicht als “Vertreter”, dürfte es keine Probleme geben.“

    und wenn du mal sagst das du reformer bist, heisst es dann dass du an Hitler schuld bist, am zerfall des Judentums und an Kennedys Tod. Die Orthodoxie kann und ist teilweise intolerant und rassistisch, auch zu „halachischen“ liberalen, die kovertierten liberalen sind dann eh gojim.

    Und zum Thema Frauen am Kolleg, am HUC waren im Jahr 2005/06 im Kantorenlehrgang 100 % Frauenquote, im Rabbinerlehrgang lag er bei 70% im ersten Jahr, also sind deine Behauptungen schlicht falsch und unbegründet.

  • 5. März 2007 um 10:12
    Permalink

    matronit, ARS hat ja auch schon geantwortet, aber ich möchte auch gerne noch etwas zum zahlenverhältnis sagen. das ging einfach bei mir unter und ich scheue mich nicht davor, auf die statistik einzugehen. den diese besagt nichts über die qualität und die menschen, die hinter ihr stehen und ich denke, hier machst du wieder den gleichen fehler, dass du das wesentliche ausblendest, wenn du dich nur auf zahlen versteifst.

    ja, momentan ist nur eine studentin am kolleg und ich habe schon geschrieben, dass ich das sehr bedauere und jede weibliche bewerberin ein gewinn für uns ist. aber die, die da ist macht die lücke deutlich kleiner, auf grund ihres wissens, ihres engagements und der qualität ihrer beiträge.

    die anzahl der frauen unter den dozenten ist übrigens recht ausgewogen. wir hatten alleine im letzten jahr zwei herrvorragende rabbinerinnen zusätzlich als gastdozentinnen, dazu noch gesa ederberg, als rabbinerin, frau scheffer, frau schwarz, dazu wird das kolleg durch frau brenker maßgeblich mitgeleitet und und und. in einem kuratorium zu sitzen ist eine nette sache, aber die ausbildung aktiv mitzugestalten denke ich, ist ein größerer beitrag (ich hoffe ich trete niemanden auf die füße).

    und damit zeigt sich, dass alles relativ gesehen werden muss und jede statistig so gedreht werden kann, dass die die eigene aussage unterstützt. ich gebe dir aber auch recht, dass frauen natürlich auch in solchen gremien stärker vertreten sein sollten. punkt.

  • 5. März 2007 um 10:36
    Permalink

    ars schrieb „und wenn du mal sagst das du reformer bist, heisst es dann dass du an Hitler schuld bist, am zerfall des Judentums und an Kennedys Tod.“

    und damit hatte er recht. ein beispiel von vielen: gestern habe ich mich beim aravit G’ttesdienst mit einem herren (ein mitbeter) unterhalten. unter anderem ging es auch um mein studium. als er hörte, dass ich am kolleg studiere, fragte er zuerst „und du gehst nicht in eine kirche zum beten?“, was schon ein kräftige anmache ist und im gleichen atemzug meinte er, dass „HaShem den Holocaust geschickt hat, um uns Juden dafür zu strafen, dass wir die Torah nicht eingehalten haben … Geiger sei nicht alleine schuld, aber immerhin …“

    die juden sind schuld an ihrem unglück – kenn ich das nicht irgendwo her?

    gut, der mann mit dem ich mich unterhalten habe, ist nur ein gewöhnlicher mitbeter, aber irgendwo her hat er den blödsin. (ganz nebenbei bemerkt, ich bin nicht als vertreter für liberales judentum aufgetaucht, sondern nur als ein beter, der sich freundlich mit seinem nachbarn unterhalten wollte)

    letztes jahr war in berlin eine rebbizin aus den usa, die über ihr „tshuwah“ programm berichtete, bzw. ihre (frauen)-organisation, die über ihre kindheit in osteuropa in einer strenggläubigen rabbinerfamilie berichtete und wie die nazis daraus ein alptraum gemacht haben. und schuld waren nicht die nazis, sondern die liberalen juden, ein nazi stilisierte sie sogar noch zum helden, weil er ein stück der torah nicht ganz verbrannt hat und dann einem ihrer verwandten oder so übergeben hat. (ich erinnere mich nicht mehr ganz). wenn ich sowas höre, bekomme ich echt das große k. denn hier wird der von ARS beschriebene rassismus/intolleranz in die köpfe eingepfklanzt.

    ich will auf keinen fall generalisieren. ich habe sehr gute erfahrungen mit orthodoxen juden und auch „verantwortlichen“, ich habe aber auch negative, hier in deutschland und in israel. und diese sind schmerzhalft und prägen sich tief ein. ich denke, die orthodoxie würde gut daran tun, wenn sie das eine oder andere mal in die torah schauen würde und erkennen würde, dass menschen vor den geboten stehen und man urteile über andere menschen G’tt überlassen sollte und nicht sich zu eigen. klal israel würde dies gut tun.

  • 5. März 2007 um 10:54
    Permalink

    @ another rabbi student

    Deine Polemik finde ich albern. Man muß nicht allen Unsinn wiederholen, den man irgendwo gehört hat.

    Stimmt, Reformgerim gelten in der Orthodoxie als Nichtjuden.
    Das ist eben so. Wer sich für einen Reformübertritt entschieden hat, muß das eben aushalten.

    Meine Fragen bezogen sich nicht auf das HUC. Ich fragte nach hiesigen – deutschen – Verhältnissen. Ich finde es etwas komisch, daß deutsche Liberale immer mit Statistiken aus den USA ankommen, um ihre Positionen zu untermauern.

  • 5. März 2007 um 11:12
    Permalink

    @Adi

    Ich drehe keine Statistiken, um meine Argumente zu untermauern.
    Das ist eine Unterstellung.
    Ich habe ja nur die Statistik – und ich habe ja bewusst gebeten, daß Du die Statistik aufschlüsselst, da Du Innensicht hast -, auf die ich mich beziehen kann. Logischerweise kann ich zunächst meine Erkenntnisse nur aus der Statistik herleiten.

    Gremien finde ich im Übrigen nicht unwichtig. In Gremien wird oftmals entschieden, wer welche Position innehaben wird, Berufungsvorschläge gehen ein etc., evtl. wird sogar entschieden? Keine Ahnung. Auf jeden Fall sind Gremien und Kuratorien eine nicht zu unterschätzende Sache. Dozenten, vor allem die mit den befristeten Verträgen sind eine ganz andere Sache…

    Ich verstehe nicht, warum Du und Dein Mitstudent nun ausgerechnet mir meint mitteilen zu müssen, was andere Juden an Unsinn von sich geben können. Weil dieser Beter orthodox war? Ich kann euch dazu keine Erklärung geben, außer die, daß es Menschen gibt, die so denken. Und daß ich diese Position nicht teile.
    Ich denke aber auch, in gegenseitiger Kritik steht sich niemand in nichts nach. Reformer können genauso gut austeilen wie Orthodoxe und umgekehrt. Man kann daran allerhöchstens ablesen, wie groß der Graben ist und daß beide Seiten Einiges tun müssten, um ihn zu überwinden. Aber dazu gehört auch, daß man sich selbst sehr kritisch befragen kann und auch die (unangenehmen)Fragen anderer aushält, ohne in Polemik zu verfallen.

    Interessant finde ich auf jeden Fall, daß Du Dich offensichtlich freiwillig in eine Situation begibst, die für Dich als Liberalen nicht immer „gemütlich“ ist. Warum gehst Du denn nicht in eine liberale Synagoge, wo Du ja sinnvoll mitarbeiten könntest? In Berlin gibt es davon ja etliche, und es gibt doch sogar eine Synagoge, wo Männer und Frauen gleichberechtigt sind (und das ist Dir doch wichtig, nehme ich an).Ich stelle es mir schwierig vor, in einer Synagoge zu beten, mit deren Konzept man eigentlich überhaupt nicht einverstanden sein kann: Frauen partizipieren nicht, die Gebetstexte sind anders: in der Amida wird für die Wiedereinrichtung der Feueropfer gebetet u.a.
    Und dann akzeptiert man Liberale nicht (oder nicht wirklich). Und Reformkonvertiten sind in der Orthodoxie, wie gesagt, nicht anerkannt. Wozu also? Das ist eine ernstgemeinte Frage: gibt es Defizite in liberalen Synagogen oder wie kommt es, daß Liberale so gern in orthodoxe Synagogen gehen (habe ich nun schon häufig gehört)?

  • 5. März 2007 um 12:07
    Permalink

    Das ist eine ernstgemeinte Frage: gibt es Defizite in liberalen Synagogen oder wie kommt es, daß Liberale so gern in orthodoxe Synagogen gehen (habe ich nun schon häufig gehört)?

    uns es ist eine gute und wichtige frage, die nicht einfach zu beantworten ist. ob liberale juden generell gerne und häufig in orthodoxe synagogen gehen, kann ich nicht beantworten. viele liberale jüdinnen tun dies mit sicherheit nicht. das hat mit der doppelten ablehnung zu tun. und ich kann es verstehen.

    warum ich ab und an gerne auch in einen orthodoxen G’ttesdienst gehe, kann ich dir schon eher beantworten. unter der woche gibt es z.B. in den liberalen gemeinden hier in berlin keine G’ttesdienste und wenn ich das bedürfnis nach einem gebet in der gemeinschaft habe, ist eine für mich da. zum anderen will ich auch für die gemeinschaft da sein, gerade unter der woche versuche ich einen minjan mit zu ermöglichen.

    es gibt in meinen augen mehr was librerale und orthodoxe juden verbindet, als das was sie trennt und mit dem nötigen respekt voereinander kann man gut miteinander beten. gebete, die nicht meiner „theologischen vorstellung“ entsprechen, ersetze ich im leisen gebet und bei der lauten wiederholung sage ich nicht amen, ich bin gast in den jeweiligen gemeinden und entsprechend gilt, dass ich mich an dieser stelle zurückhalten muss. wenn ich G’ttesdienste anleite, erwarte ich das gleichfalls.

    ja, mir fehlen u.a. frauen bei den G’ttesdiensten, die eine oder andere drasha stellt mir sämtliche nackenhaare auf und deswegen ist ein orthodoxes umfeld keine immerwährende lösung für mich. aber – wieder die andere seite der münze – viele menschen, die ich in den orthodoxen gemeinden treffe sind wiederum mir so wichtig, dass ich gerne dort hingehe um sie zu treffen, ich genieße dernen umfeld, deren umgang mit dem glauben, ihre einstellung zum leben. (genauso wie in liberalen gemeinden).

    wenn ich mich nur in einem engen, umgrenzten gebiet bewegen würde, würde ich so viel nicht sehen, dass es durchaus ab und an wert ist, über den eigenen schatten zu springen und die „orthodoxe“ welt kennenzulernen. aber das gilt für alles 🙂

  • 6. März 2007 um 11:25
    Permalink

    „unter der woche gibt es z.B. in den liberalen gemeinden hier in berlin keine G’ttesdienste “

    Na, dann wäre die adäquate Antwort doch eher, einen liberalen Minjan zu gründen. Habt ihr denn am AGK kein Schachris bevor es losgeht?

    „zum anderen will ich auch für die gemeinschaft da sein, gerade unter der woche versuche ich einen minjan mit zu ermöglichen.“

    Das ist aber edel von Dir!

  • 6. März 2007 um 19:54
    Permalink

    Vor Jahren gab es einen Versuch, in der Synagoge Oranienburger Straße am Donnerstagmorgen ein Morgengebet mit anschließendem Frühstück abzuhalten. Leider ist das Experiment gescheitert, weil das Angebot von sehr wenigen Betern wahrgenommen wurde.

    Mir ist nicht klar, was Du damit meinst, daß Du in der Passauer Straße, die sich als orthodoxe Synagoge definiert, „einen Minjan ermöglichen“ willst?

  • 7. März 2007 um 23:18
    Permalink

    wir haben am kollegstag, das ist der donnerstag, selbstverständlich schacharit. an den anderen tagen sind wir mehrheitlich an der universität in potsdam.

    ich denke, dass ich erklärt habe, dass ich sehr wohl auch in einem orthodoxen umfeld beten kann. es gibt viel verbindendes und auch dinge die trennen, aber im grossen und ganzen sind wir alle teil von klal israel.

    persönlich fühle ich mich in der gemeinschaft, gerade der mitglieder der sefardischen gemeinde wohl, warum soll ich dann nicht mit ihnen beten?

  • 8. März 2007 um 14:36
    Permalink

    Warum weichst Du aus oder formulierst mißverständlich? Na ja, zwischen dort beten „und einen Minjan ermöglichen“ ist schon noch ein Unterschied oder? Eine jüdische Selbstwahrnehmung muß ja nicht mit einer orthodoxen Fremdwahrnehmung übereinstimmen 😉

  • 11. März 2007 um 01:03
    Permalink

    @ Matronit

    Ihrgendwie habe ich das Gefühl, dass du darauf neidisch bist, dass sogar Reformer zum orth. Minjan gezählt werden und du als Frau nicht. –> Mein Tipp – Wechsel das Ufer komm zu den Reformern und du bist auch ein teil des Minjans!

    Und zum Beten bei den „Orthodoxen“

    Ich bin auch im Kolleg und werde Reformrabbiner, trotz allem habe ich meine Kindheit und Jugend in der ZWST verbracht, bin früher nur in der Joachimstalerstrasse und habe zu Chabad eine Verbindung. Zwar ist es nicht meine Welt, aber es sind Verbindungen die ich seit langen habe und deshalb zu diesen Gottesdiensten gehe – ich erwähne in meiner leisen Amida die Frauen und beim Mussaf gehe ich meistens raus oder schweige einfach, so gehts auch. Ich muss niemanden einen Minjan ermöglichen (die Gabbaim und der Rabbiner sind dafür verantwortlich und nicht ich) aber ich kann dort beten und fühle mich manchmal auch gut dort.

    @ Adi
    quote „es gibt in meinen augen mehr was librerale und orthodoxe juden verbindet, als das was sie trennt und mit dem nötigen respekt voereinander kann man gut miteinander beten.“

    Ich glaube nicht mal das beten verbindet uns, es ist vielmehr die Frage der eigenen Herkunft und Erziehung, man kan sich dort wohl fühlen, aber das Gebet verbindet mich nicht, eher das jüdisch sein, wobei für einige orthodxe bin auch ich nur ein ungläubiger.

  • 11. März 2007 um 13:17
    Permalink

    Nun, Reformer werden beim orthodoxen Minjan gezählt, jedoch nicht Leute mit einem liberalen Giur.

  • 11. März 2007 um 20:06
    Permalink

    @Another Student Rabbi

    Bei Deiner Werbung mußte ich schon schmunzeln… niedlich ist sie schon! 😉
    Aber ich sage: nein danke, ich fühle mich dort, wo ich bin, sehr wohl.
    Mir ging es primär darum, daß sich mir die Frage stellt, warum Leute, die sich für ein liberales Leben entschieden haben, unbedingt doch bei den Orthodoxen „mitmischen“ wollen. Das erschließt sich mir nicht, und wenn dann nur aus „defizitären“ Gründen (und darüber hatten wir es schon). Ich habe auf jeden Fall noch von keinem oder keiner Orthodoxen gehört, die das Bedürfnis hätte, aus irgendwelchen Defiziten in der Orthodoxie heraus, in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen in einem liberalen Minjan zu beten. Der Preis wäre zu hoch: es fehlt einfach zu viel, es gäbe andere Verluste. Und da stellt sich die Frage: ist es wichtiger, daß eine Frau auf der Bima stehen kann, oder sind all die anderen Punkte nicht ebenso wichtig, die mit diesem „Übertritt“ dann verloren gingen: Erziehung, Kaschrut, Gemeinschaft, Jiddischkeit u.v.a.
    Und schließlich gibt es auch innerhalb der Orthodoxie Frauen, die sich mit diesem Thema befassen, von „innen“ heraus, auf halachischer Basis, was wesentlich spannender ist.

    Ich denke, Du mußt bei den Orthodoxen ohnehin keinen Minjan „ermöglichen“ (abgesehen davon, daß es, wie Du sagst, nicht Deine Aufgabe ist), denn die organisieren sich schon selbst.
    Bekommt eine Kehille keinen Minjan, muß sie eben mit einer anderen zusammengehen – so funktioniert das zumindest in den großen Städten.
    Was das Zählen zum Minjan prinzipiell angeht, so hat Juebe Recht – allerdings kann man bei Minjanim, in denen aus Höflichkeit beispielsweise nicht genauer nach dem Status gefragt wird, nur auf die Ehrlichkeit und Zurückhaltung dieser Gerim pochen. Nämlich daß sie im Fall der Fälle diese Situation nicht ausnutzen (ich wüßte ohnehin nicht wozu das gut sein soll), denn über kurz oder lang wird es doch bekannt – und die Enttäuschung um so größer.

  • 12. März 2007 um 09:20
    Permalink

    @matronit

    nein, es sind keine Defizite, eher wirklich Vergangenheitserinnerungen und was Chabad in Berlin angeht ein guter Kiddusch. Ich habe einfach die möglichkeit hin und herzuspirngen, ich kann zu jeden minjan gehen und ich muss niemanden was nachweisen, manchmal nur mich für meine entscheidung zum reformjudentum rechtfertigen, aber da hat man auch ein dickes fell sich angebaut. Ich würde meine weg nicht als „Übertritt“ bezeichnung sondern als eine entwicklung und erweiterung die mich glücklich macht und mit der ich weltverträglich leben kann.

    Nochmal ich habe niemals geschreiben dass ich einen Minjan ermöglichen muss, fragt man mich danach, ob ich mitbeten kann weil jemand fehlt, mache ich dass auch, auch wenn die Leute die da beten mir unsympatisch sind, wieso ich es mache kann ich dir nicht erklären – mit absicht zu synagoge gehen und immer den Retter spielen ist nicht meine aufgabe.

    Die hoffnung kann ich mit dir nur teilen, leider muss ich mich zu oft vom gegenteil überzeugen was gerim angeht 🙁

  • 12. März 2007 um 21:33
    Permalink

    „Die hoffnung kann ich mit dir nur teilen, leider muss ich mich zu oft vom gegenteil überzeugen was gerim angeht :-(“

    Was meinst Du, woran das liegt?

  • 13. März 2007 um 01:31
    Permalink

    @matronit

    ab morgen bin ich für zwei wochen weg, da bleibt nicht mehr viel mit diskussion, aber dann wieder!!!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.