Die Vergewaltigung Dinas – Vajischlach (Ber 34.1)

Diesen Shabbat lesen wir über eine nicht so einfache Episode in der Geschichte unserer Erväter und Erzmütter.

34.1 Und Dina, die Tochter Leas, die sie dem Jakob geboren hatte, ging aus, die Töchter des Landes zu sehen. 2 Da sah Sichem sie, der Sohn des Hewiters Hamor, des Fürsten des Landes; und er nahm sie und legte sich zu ihr und tat ihr Gewalt an. … 5 Und Jakob hatte gehört, dass er seine Tochter Dina entehrt hatte, seine Söhne aber waren mit seinem Vieh auf dem Feld; so schwieg Jakob, bis sie kamen. … 13 Da antworteten die Söhne Jakobs dem Sichem und seinem Vater Hamor mit Hinterlist1 und redeten, weil er ihre Schwester Dina entehrt hatte; 14 und sie sagten zu ihnen: Wir können das nicht tun, unsere Schwester einem unbeschnittenen Mann geben, denn das wäre eine Schande für uns. 15 Nur2 unter der Bedingung wollen wir euch zu Willen sein, wenn ihr werdet wie wir, indem sich alles Männliche bei euch beschneiden lässt; 16 dann wollen wir euch unsere Töchter geben und uns eure Töchter nehmen, und wir wollen bei euch wohnen bleiben und zu einem Volk werden. 17 Wenn ihr aber nicht auf uns hört, euch beschneiden zu lassen, dann nehmen wir unsere Tochter und ziehen weg. 18 Und ihre Worte waren gut in den Augen Hamors und in den Augen Sichems, des Sohnes Hamors. 19 Und der junge Mann zögerte nicht, dies3 zu tun, denn er hatte Gefallen an der Tochter Jakobs. Und er genoss mehr Ansehen als alle im Haus seines Vaters. 20 Und Hamor und sein Sohn Sichem kamen in das Tor ihrer Stadt, und sie redeten zu den Männern ihrer Stadt und sagten: 21 Diese Männer sind friedlich gegen uns gesinnt, so mögen sie im Land wohnen bleiben und darin verkehren; und das Land, siehe, nach beiden Seiten ausgedehnt liegt es vor ihnen. Wir wollen uns ihre Töchter als Frauen nehmen und ihnen unsere Töchter geben. 22 Nur4 unter der Bedingung wollen die Männer uns zu Willen sein, bei uns zu wohnen und ein Volk mit uns zu werden, dass sich bei uns alles Männliche beschneiden lässt, so wie sie beschnitten sind. 23 Ihre Herden und ihr Besitz und all ihr Vieh, werden die nicht uns gehören? Nur5 lasst uns ihnen zu Willen sein, und sie werden bei uns wohnen. 24 Da hörten auf Hamor und auf seinen Sohn Sichem alle, die zum Tor seiner Stadt ein- und ausgingen. So ließ sich alles Männliche beschneiden, alle, die zum Tor seiner Stadt ein- und ausgingen. 25 Und es geschah am dritten Tag, als sie in Schmerzen waren, da nahmen die beiden Söhne Jakobs, Simeon und Levi, die Brüder Dinas, jeder sein Schwert und kamen ungehindert gegen die Stadt6 und erschlugen alles Männliche. 26 Auch Hamor und seinen Sohn Sichem erschlugen sie mit der Schärfe des Schwertes und nahmen Dina aus dem Haus Sichems und gingen davon. 27 Die Söhne Jakobs kamen über die Erschlagenen und plünderten die Stadt, weil sie ihre Schwester entehrt hatten. 28 Ihre Schafe und ihre Rinder und ihre Esel und alles, was in der Stadt und was auf dem Feld war, nahmen sie; 29 und all ihr Vermögen und alle ihre Kinder und ihre Frauen führten sie weg und plünderten auch alles, was in den Häusern war. 30 Da sagte Jakob zu Simeon und Levi: Ihr habt mich ins Unglück gebracht, indem ihr mich stinkend macht bei den Bewohnern des Landes, bei den Kanaanitern und bei den Perisitern. Ich aber bin ein geringes Häuflein7. Wenn sie sich gegen mich versammeln, werden sie mich schlagen, und ich werde vernichtet, ich und mein Haus. 31 Sie aber sagten: Durfte er unsere Schwester wie eine Hure behandeln? (Elberfelder Rev. Übersetzung)

Man muss kein Feminist sein, um in dieser Geschichte große ethische Probleme zu erkennen und man muss auch kein Feminist sein, um Problem mit der Rezeptionsgeschichte zu haben. Ich weiss nicht, welche Bedeutung eine Vergewaltigung einer Frau in jener Zeit hatte. Die Rechtsvorschriften, die die Bibel in Devarim 22:29 vorgibt, lassen – eine Kompensationszahlung an den Vater und die Zwangsehe, aus der sich der Mann nicht Scheidenlassen kann – stark vermuten, dass eine Vergewaltigung einer Jungfrau den Besitz des Vaters schmälerte. Eine „Opferhilfe“ war wohl eher nicht in Sicht. Die Schilderung in der Torah beschreibt die einzige aktive Handlung Dinahs am Anfang der Geschichte: sie ging hinaus, um die Töchter der Stadt zu sehen. Danach wird sie zum Objekt der Begierde und Lockmittel für die Revanche.
Auf Grund dieser Beschreibung scheint es mit nicht verwunderlich, dass wir in der Rezeptionsgeschichte schnell die Schuldzuweisung für die ganze folgende Geschichte auf Dinah vorfinden:
– In Tanchuma, Vayischlach 5 finden wir folgendes: Eine Frau soll sich nicht auf der Straße mit auffälligem Schmuck zeigen. Schmuck wurde der Frau gegeben um sich selbst zu schmücken, in ihrem eigenen Haus, für ihren Ehemann. Es wäre falsch, einen Stolperstein vor einen gerechten Mann zu legen, umso mehr noch, vor Menschen, die auf der Ausschau nach der Möglichkeit sind, zu sündigen. (Q1)

Das bedeutet, weil Dina andere Frauen der Stadt kennenlernen wollte und aus dem Haus gegangen ist, wurde sie vergewaltigt.

– In Bereshit Rabba, Vayischlach 80:1-5 und Tze‘enah u Re’enah, Vaischlach, 34.1 finden wir die Schuldzuschreibung in Richtung Leah, die ein schlechtes Vorbild für Dinah gewesen sein soll. (Herangezogen wird Bereshit 30:16, in dem sich Leah Jakob andient). (Q1)
Erschreckend interessant war es für mich, im Laufe dieser Woche, bei verschiedenen Gesprächen über diesen Wochenabschnitt, aber auch als Reaktion auf eine Erzählung von Yusuf Idris (Ka al Medina), in der die Vergewaltigung einer Hausangestellten durch den Hausbesitzer geschildert wird – dieser nutzt ihre Notlage aus und sie schweigt -, dass Männer, aber auch Frauen schnell dazu neigen, die erste Schuld bei dem Opfer zu suchen. „Sie hätte sich wehren können“, „Sie muss etwas getan haben, um es zu verdienen“. Ich bin keine Frau, die schon einmal vergewaltigt wurde und ich kann mit nicht wirklich vorstellen, welcher Schmerz mit der Entwürdigung einher geht, aber ich persönlich bin fest davon überzeugt, dass wir nicht beteiligten, durch die Schuldzuschreibung an das Opfer die Tat nur verstärken und die Entwürdigung weiter fortschreiben. Ob der folgende Vergleich von Fields (Q1) ganz passend ist – ich bin mir da nicht ganz sicher, aber ich sehe tatsächlich Parallelen: „Einer Frau die Schuld an ihrer Vergewaltigung zuzuschreiben, ist genauso wenig haltlos, wie Juden die Schuld an ihrer eigenen Ermordung durch die Nazis zu geben“.
Im nächsten Schritt wende ich mich den Reaktion von Ja‘akow und seinen Söhnen ist und ob ihre Tat eine angemessene Strafe war: Ja‘akovs Schweigen und seine einzige Sorge um seinen Ruf. Und die Racheaktion der Söhne.
– Genesis Rabbah 80:2 verteidigt Schimon und Levi, da sie ihre Schwester als bloßes Objekt einer Begierde von Schechem entwürdigt sehen. An anderer Stelle können wir lesen, dass die Tat gar keine Revanche für die Entehrung der Schwester war, sondern eine Art Präventionsschlag gegen Schechem als ganzes Volk. Mit der Vergewaltigung von Dina haben sie bereits gezeigt, dass sie Israel nicht respektieren und wahrscheinlich in Zukunft als ganzes angegriffen hätten. Dinah war also nur ein Testfall. (Rabbi Bechaje, Tze‘enah u Re’enah, Vaischlach, P. 171 – Q1).

– Die Stadtbevölkerung hat sich Schuld aufgeladen, weil sie von der Tat wussten, aber nicht den Täter vor Gericht gestellt hat. (Rambam)

– Hirsch sieht, dass die beiden (schimon und Levi) zu weit gegangen sind. Die Stadtbewohner haben keine Schuld gehabt (Kollektivstrafe für die Tat der Anführer).

– Die Theorie von Nachmanides, dass die Bewohner von Schechem ein Brudervolk von Israel hätte werden können, dass auch sie G‘tt als einzigen G‘tt anerkannt hätte usw., lässt auch hier außer Sicht, dass Dina hierfür der Preis hätte sein müssen.

Ich habe keine Quelle gefunden, die eine deutliche Gegenposition zu den obigen einnimmt – für Quellen und weitere Diskussionen wäre ich Euch dankbar.

7 Gedanken zu „Die Vergewaltigung Dinas – Vajischlach (Ber 34.1)

  • 14. Dezember 2008 um 16:35
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    Rabbi Samson Raphael Hirsch zeigt vielmehr Verständnis für Dinahs Verhalten: sie ist genauso ein Kind Leahs und Jaakows wie deren beider Söhne – und nur weil sie neugierig und jung war, ging sie hinaus, um sich die Umgebung anzusehen und die „fremden Mädchen einmal kennen zu lernen“ (Bereshit 34:1, Chumash p. 544sq.).

    Auch der Midrash muss nicht unbedingt als Vor-Wurf verstanden werden: Rashi erklärt mit Bereshit Rabbah, dass Dinah besonders als Tochter Leahs bezeichnet wird, weil auch diese hinauszugehen pflegte (cf. Bereshit 30:16) und daher das Wort stamme: wie die Mutter, so die Tochter (Rashi Bereshit 34:1) – allein, dieses Hinausgehen Leahs wird ja gerade im Midrash gelobt, da sich in diesem endlich Leahs grosses Bemühen zeige, die benei jisroel zu vermehren (cf. Rashi Bereshit 30:16sq. mit Massechet Niddah 31a und Bereshit Rabbah).

    Ebenso die Erklärung der Tzenerene (die sich ja primär an Frauen richtete): „Dinah went to see the other women of the land and Shechem, son of Chamor, abducted her“ (cf. Brooklyn 2003, p. 171); wenn du willst, sie ging, neugierig und lebenslustig, um andere Mädchen kennenzulernen, ohne jeden weiteren Hintergedanken – und Shechem sah sie und nahm sie sich. Die Schuld liegt bei Shechem (wenngleich er sich später in Dinah verlieben mag …) und die Schuld liegt bei Shimon und Levi (und den anderen Brüdern, wenngleich sie glauben, diese Verletzung ihrer Schwester nicht einfach stehen lassen zu können) – dass Dinah aber besser zuhause geblieben wäre, ist der Schluss der aus dem Ganzen (wie manche Männer Frauen begegnen) folgt.

    Tikva Frymer-Kensky erklärt in ihrem Buch „Reading the Women of the Bible“ (cf. New York 2002, p. 196sqq.), dass Shimon und Levi Shechem zeigen wollten, dass sie zwar wenige, aber doch wehrhafte und starke Männer sind, die es nicht und nimmer zulassen werden, dass ihre Schwester vergewaltigt und entführt wird – denn nichts anderes habe Shechem Jaakow signalisiert: weil du schwach und klein bist, kann ich mir deine Tochter wie eine schutzlose Prostituierte nehmen; und ebenso fühlte sich wiederum Jaakow. Sie schliesst mit dem Gedanken, dass in der Geschichte von Dinah und Shechem gerade das Dilemma einer kleinen Gruppe gezeigt werde, die versuche, zu überleben – und letztlich im kleinen Kontext die immer reale Sorge um das Mädchen, das allein das Haus ihrer Eltern verlässt und auf einen Mann trifft.

    Ich denke, dass es schön wäre, vielleicht einen eigenen Dinah-Midrash zu schreiben, in welchem die ganze vielschichtige und von uns noch gar nicht annähernd erfasste Komplexität der Geschichte – Dinahs – selbst sowie die Widersprüchlichkeit und Schwierigkeit ihres Lernens weiterlebte. Warum zeigt uns die Torah diese Begebenheit eigentlich überhaupt?! Vielleicht, glaube ich, damit wir aus ihr lernen, in jeder Hin-Sicht anders zu handeln und eine Welt schaffen, in der es all dies nicht mehr gibt: Vergewaltigung; Bedrohung durch Starke; blinde Rache der Schwachen in einem Moment der Schwäche der Starken; wie der Possuk sagt: limud heitew dirshu mishpat, lerne Gut-Tun, jage nach dem Recht (Jeshajahu 1:17)?!

    Shalom und gut Woch – Abe.

  • 14. Dezember 2008 um 18:46
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    danke für die interessanten ergänzungen. es gibt einen „modernen midrash“ namens „the red tent“ von anita diamant. die deutsche ausgabe is bei knauer erschienen und heisst: „Das rote Zelt der Frauen.
    „. das buch liegt auf meinem schreibtisch, aber leider kann ich noch nichts über den inhalt sagen.

  • 15. Dezember 2008 um 10:20
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    Mich erinnert das Schweigen Jaakovs an das Schweigen Aarons nach dem Tod seiner Söhne Adav und Nabihu. Der Schock nach dem Tod seiner Söhne, die ihm als Hohepriester folgen sollten. Ihr jäher gewaltsamer Tod – verheerend für Aaron. Und er schweigt. Wenn der Schmerz so groß ist, dass Worte fehlen, dann mag Schweigen das Einzige sein, was man von Betroffenen erwarten kann. Das Einzige, das trösten kann. (Auch viele Shoah-Überlebende schwiegen). Auch Opfer Schweigen – wie Dinah. Jaakob schweigt. Das ist gewaltig. Shimon und Levi verstehen nicht, können es vielleicht auch nicht. Sie sind nicht wirklich betroffen (in beiden Sinnen des Wortes). Es geht ihnen vielleicht mehr um ihre Würde, um die Ehre der Familie, wer kann das heute schon sagen.
    Aber ich glaube auch nicht, dass wir uns groß damit aufhalten sollten, was genau in der damaligen Zeit in den Menschen vorging, und warum wer was getan hat. Wichtiger finde ich immer, was ziehen wir für uns heute aus der Geschichte. Wichtig erscheint mir, dass diese Geschicht überhaupt in der Torah steht, das an sich ist schon ungewöhnlich. Vergewaltigung wird thematisiert. Für mich ist das der Anstoß, dass wir uns auch heute dazu positionieren müssen: Nicht das Opfer ist Schuld, sondern der Täter. Der Täter muss bestraft werden, nicht das Opfer. Das Opfer braucht Hilfe. Und: wir sollten den Opfern zuhören. Das sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Alles andere wäre unerträglich.

    Chayim

  • 15. Dezember 2008 um 13:24
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    Adi, ich kann „The Red Tent“ nur empfehlen – es enthaelt natuerlich modernen Midrasch ueber einige biblische Hauptfiguren aber auch und gerade ueber einige Randfiguren (eg die Bedienstete Rivkas), die das Buch zum einem echten page-turner machen.

  • 6. Februar 2009 um 12:24
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    Mir fällt an der Geschichte auf, dass „Hinterlist“ eine große Rolle spielt. Zunächst hat Laban mit „Hinterlist“ Lea statt Rachel dem Jakob gegeben. Lea war mit dieser „Hinterlist“ offenbar einverstanden. Ihre Tochter Dina trifft diese „Hinterlist“ wie eine „vererbbare“ Folge. Zunächst folgende Fragen:
    War sie von der Mutter nicht danach erzogen worden, dass sie sich ohne Begleitung solchen Gefahren aussetzen könnte? War Dina trotz solcher Hinweise eigenmächtig losgegangen und hat Hinweise in den Wind geschlagen? War sie bewußt ungehorsam? Sie müsste doch ihre Eltern über ihre Absicht informiert haben? Einer ihrer Brüder hätte sie bestimmt zu ihrem Schutz begleitet.Ich kann mir nicht vorstellen, dass Jakob und Lea sie ohne Schutz in die Stadt geschickt haben könnten. Sie lebten auf dem Lande und „Stadt“ war schon immer ein gewisser Begriff für Gefahr. Die Neugierde Dina’s hat der Hewiter „bemerkt“ und hat ihr „hinterlistig“ Gewalt angetan. Die Brüder Dina’s haben wiederum „Hinterlist“ angewandt, um Rache zu üben. Dazu sagt Jakob zu seinen Söhnen „ihr habt mich stinkend gemacht“und befürchtete nun die Vernichtung seines ganzen Hauses. Jakob hat gesehen, dass der Hewiter seine Tat bereut hat und Dina zur Frau haben wollte. Dies wiederum war nicht möglich, weil G-tt keine Mischehe erlaubt. Simeon und Levi verhandelten um die Beschneidung und das ganze Volk war damit einverstanden und haben den Allmächtigen anerkannt. Das heißt, sie haben sich dem Bund unterstellt und waren zu Hebräern geworden, wie z.B.Eliser (Knecht von Abraham) oder die Moabiterin Ruth und wurde die Vorfahrin von König David.Hier sogar ein ganzes Volk! Dina wurde von ihren Brüdern aus dem Haus Sichem mitgenommen, also war sie bei dem Hewiter geblieben und war trotz dieses schwerwiegenden Vorfalls einer Ehe nicht abgeneigt.Nach der „Umkehr“ der Hewiter wäre dies auch nach den Geboten statthaft gewesen. Der Schock der Gewalt hat durch die „Umkehr der Hewiter letztendlich Böses in Gutes verwandelt und die „Hinterlist“ beendet. Könnte es sein, dass der Racheakt alles Gute wieder verdorben und der „Hinterlist“ weiter zu ihrem Recht verholfen hat? Bitte um Korrektur!

  • 6. Februar 2009 um 13:38
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    Ergänzend fällt mir noch ein, dass Jakob durch List das Erstgeburtsrecht von seinem Bruder in Anspruch genommen hat. Die List der Mutter Rebecca hat dafür gesorgt dass er zum Erstgeborenen durch den Vater Izaak gesegnet wurde
    Alle Hinterlist begann mit der Schlange, die Chava verführte und in der Folge Kain hinterlistig seinen Bruder Hebel erschlug. Ab Chawa und Adam durchgehend
    stelle ich fest, alle Hinterlist ist böse bzw. führt zu bösen Auswirkungen bis heute.

  • 8. Dezember 2009 um 01:16
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    anschließend an viel klug- geschriebene sachen fallen mir gerade zwei dinge auf:
    – dina befindet sich wohl anscheinend die gesamte zeit in der gewalt sichems, da ihre brüder sie dann abholen – wie eine geisel
    – sichem und das ganze männliche volk beschneiden sich tatsächlich- um die israelitischen töchter zu bekommen? was mag ihr beweggrund sein (immerin geht es hier um die beschneidung einer sehr sensiblen stelle, welche sicher nicht leicht vonstatten geht- da sie am dritten tag noch darniederliegen) und dann werden sie abgemetzelt, obwohl sie schweres auf sich nahmen und den brüdern trauten (?)

    an dinas verhalten kann ich nichts absonderliches finden, nichts „unerzogenes“ oder „ungehorsames“
    wenn ich versuche, mir vorzustellen, wie es ihr dabei ging: von einem mann genommen, vergewaltigt bzw wenigstens überwältigt, auf einmal die wut der brüder auf sich zu spüren und als geisel zu leben, ein volk beschneidet sich (der männliche teil) ihretwegen und wird dann getötet, die frauen verschleppt und wahrscheinlich sehr schlecht behandelt. was ist das für ein verhalten von männern, die dann so tun, als ginge es ihnen um die ehre ihrer schwester?? darum geht es wohl nicht
    (soweit ich das jetzt mitten in der nacht verstehe)

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