in diesen tagen

bin ich „stolz“ zionist zu sein.

Ehud Goldwasser and Eldad Regev
Ehud Goldwasser and Eldad Regev

ich denke, dass der „gefangenenaustausch“, die „heimholung“ der beiden toten soldaten, eines der bewegensten und anständigsten zeichen für menschlichkeit war, die ich in den vergangenen wochen und monaten erlebt habe. es war in meinen augen ein zeichen dafür, dass man in israel nicht vergessen hat, dass es wichtigeres gibt, als politik.

viele zeitungen (ich lese die sz und habe es dort so vernommen) werten den austausch als ein zeichen der schwäche. ich denke, dass es genau das gegenteil war. ein zeichen einer größe und stärke, die kaum ein anderes land aufzubringen vermag. mich hat es verwundert, wie kritisch-negativ die presse in deutschland den austausch bewertet hat und wie wenig sie diesen akt als ein zeichen für demokratie und westliche werte sehen konnte.

ja, der austausch war schmerzhaft, in vielerlei hinsicht, aber „demokratie“ ist schmerzhaft, wenn man sie ernst meint. dieser austausch war nicht nur ein zeichen nach außen, ein demonstration der stärke israels, sondern auch nach innen. ich interpretiere es als ein zeichen dafür, dass die politik in israel eine weitere konsequenz für das eigene handeln wahrgenommen hat.

ich empfehle noch einen besuch folgender website: http://www.abducted.org.il/

2 Gedanken zu „in diesen tagen

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  • 25. Juli 2008 um 10:53
    Permalink

    ja, ich denke, Du hast recht.
    Ich denke, der Verlust aller Hoffnung (obwohl schon vorher kaum mehr welche existieren konnte) und die Höhe des Preises hat viele aber doch tief schockiert.
    Und die Angst, daß sich dieser Preis am Ende gegen Israel wenden wird, die bleibt.
    Trotzdem: es ist natürlich ein Zeichen der moralischen Größe, das Israel gegeben hat, das mit politischen Maßstäben nicht erfaßt werden kann.

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