Let's make a Hanukah miracle

arzenu – Deutschland e.V. unterstützt eine wichtige Petition des IRAC (Israel Religious Action Center) zur Anerkennung von ReformrabbinerInnen in Israel. Nicht nur als Mitglied von arzenu, sondern auch als progressiver Jude ist mir diese Aktion sehr wichtig und ich bitte Euch, die Petition zu unterzeichnen. Link und weitere Informationen findet Ihr nachfolgend:

Hintergrund:
Rabbinerin Miri Gold
ist seit ihrer Ordination durch das Hebrew Union College im Jahr 1999 als Rabbinerin in der Gemeinde Birkat Shalom im Kibbutz Gezer tätig. Es gibt auf dem Gebiet des Regional Council 16 andere Rabbiner, die vom Staat ihr Gehalt erhalten. Rabbinerin Miri Gold, die für eie ganze Region zuständig ist, wird nicht durch den Staat annerkannt, da sie eine Reformrabbinerin ist. Unter den Tausenden von Rabbinern, die vom Staat anerkannt werden, befindet sich nicht ein einziger Reformrabbiner.

Im Jahre 2005 hat die Israelische Reformbewegung (Israel Movement for Progessive Judaism) durch das IRAC eine Petition an das Oberste Gericht in Israel gerichtet, in der die Annerkennung von Rabbinerin Miri Gold gefordert wird. Das Gericht hat den Staat dazu aufgefordert, die Kriterien für die Annerkennung von Rabbinern darzulegen. Bis heute hat der Staat darauf nicht geantwortet. IRAC hoffte, dass der Staat nun gleichberechtigte und gerechte Kriterien veröffentlichen wird, wie sie auch vom Obersten Gericht gefordert werden.

Auch wir sind jüdisch – auch wir haben ein Recht auf unsere Rabbiner!
Macht Euch stark für einen Wandel – Macht Euch stark für staatliche Annerkennung in Israel!

HIER GEHT ES ZUR PETITION: www.irac.org

3 Gedanken zu „Let's make a Hanukah miracle

  • 28. Dezember 2008 um 05:38
    Permalink

    „Für die ganze Region zuständig“: Wie kann eine Person überhaupt für irgendetwas zuständig sein, ohne das (in diesem Fall öffentliche) Amt innezuhaben, von dem die Zuständigkeit abzuleiten ist? Miri Gold *will* für X und Y zuständig sein. Gut, das kann ich nachvollziehen. Aber die Suggestion, ihre vermeintlich bereits bestehende Zuständigkeit würde nicht anerkannt, ist nur Demagogie. Der Staat erkennt grundsätzlich alle mit öffentlichen Ämtern zusammenhängenden Zuständigkeiten an. Ob man Anspruch auf ein solches Amt hat, ist eine andere Frage.

    „die Kriterien für die Anerkennung von Rabbinern darzulegen“: Die sind doch klar und besteht in unserem Fall vornehmlich in der vom Staatsrabbinat anerkannten Ordination.

    „wie sie auch vom Obersten Gericht gefordert werden“: Es ist nicht Aufgabe des OG, irgendwas zu „fordern“, sondern nur das Gesetz zu interpretieren. Wenn es dazu kommt, wird das Parlament höchstwahrscheinlich die betroffenen Gesetze ändern (ggf. auch das sog. Grundgesetz bzgl. der Berufsfreiheit), um den Status quo aufrechtzuerhalten. Das wollt ihr wohl genauso wenig wie ich.

    Soviel zum Inhalt. Und nun auch was Förmliches: Ich unterstütze zwar eure Absicht, aber keineswegs die Anmaßung, dass euer Verein sich in interne Sachen Israels einmischt. So wichtig das für eure Identitätsstiftung auch ist, habt ihr hier mit einem ziemlichen Subjekt-Objekt-Verhältnis zu tun. Wenn ihr das nicht respektiert, habt ihr umso schlechtere Chancen, das zu erreichen, was ihr wollt. Oder meinst du, israelische Organisationen hätten ebenfalls das Recht, den Deutschen zu erklären, warum nicht-orthodoxe Geistliche nicht als Rabbiner anerkannt bzw. im öffentlich-rechtlichen Rahmen jüdischer Gemeinden finanziert werden dürften?

  • 1. Januar 2009 um 16:03
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    @ Yoav

    was ist genu dein Problem, neid auf Reform oder spielst du hier den Vertreter und Beschützer der israelischen Staatsreligion (orthodoxes Judentum)

  • 1. Januar 2009 um 17:09
    Permalink

    @ KP

    Weder noch. Du solltest vielleicht nochmals lesen, was ich geschrieben habe.

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