uni-frustrationen

nun hat uns also die uni wieder und das semester geht in seinen endspurt. irgendwie waren die zwei wochen pause dazwischen so richtig unpassend. zu lang, weil sie den schwung rausgenommen haben, den ich mir gerade mühevoll für die bewältigung meines studenten-alltags aufgebaut habe und zu kurz, um wirklich in der zwischenzeit was vernünftiges zu leisten. meine liste der dinge, die ich in diesen zwei wochen erledigen wollte war schier endlos und meine bilanz, einige wenige sachen habe ich zu ende gebracht, aber sehr viele so irgendwie nur halb. und leider auch zwei/drei sachen, die nun auf die nächsten „ferien“ warten müssen. na mal schauen, ob trotz der nun bald anstehenden prüfungen, die eine oder andere arbeit fertig werden kann, so dass nicht die ganzen ferien zwischen den semestern vermiest werden.

seid beginn dieses semesters gebe ich ein tutorium für hebräisch anfänger an der uni – begleitend zu den vier paralell stattfindenden kursen mit ca. 120 studenten. dabei gilt für mich eigentlich der grundsatz, das ich auch nur mit einer studentIn da sitze und ihr/ihm meine volle aufmerksamkeit zuwende und die fragen zum unterricht beantworte. aber heute war ich doch recht frustriert, als – okay, es war der erste montag nach der ferien – leider nur eine studentin auftauchte. immerhin nehme ich die sache ernst, bereite mich vor, bleibe länger da usw. was mich dabei am meisten frustriert, dass für die, die regelmäßig kommen, das ganze auch frustrierend wird, da wir nicht kontinuierlich weiterarbeiten können. mein konzept vom anfang ist inzwischen auf der spitze von traumhausen gelande und erfreut sich dort der gemeinschaft von utopischen konzepten und wir fangen in jeder stunde wieder bei – na gut, nicht bei null, aber knapp dahinter an.

es ist mein erstes tutorium an der uni und montags um 17.00 uhr ist vielleicht spät und es scheint zu meiner ausbildung dazuzugehören, auch mal gefrustet zu werden, aber musste das heute sein?  naja. die uni hat uns wieder und das semster geht in den endspurt. vor den prüfungen wird das tutorium sicherlich voll werden und ich werde das mit den „binjanim der hebräischen verben“ noch einmal in ruhe erklären…

3 Gedanken zu „uni-frustrationen

  • 7. Januar 2008 um 23:06
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    Besser ganz viel geplant und wenig geschafft zu haben als wenig geplant und nichts geschafft. Dieses System heißt in der Fachliteratur MVL, das steht für „mediterrane Wirtschaftslehre“.

  • 8. Januar 2008 um 11:20
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    Wie wär’s, Du läst die Studenten wiederum Tutoren werden? Die Studentin, die da war, darf nächstes Mal 10 Min. lang den anderen Studenten (die dann hoffentlich auftauchen) das Gelernte erklären – so repetiert sie den Stoff nochmal und hat ihn gut verinnerlicht – und dann gehst Du einfach weiter. Ich würde NIE immer wieder von vorne anfangen. Das ist enervierend für Dich und die Studenten und erinnert an VHS-Kurse und fördert zudem ein ziemlich lasche Einstellung („ach, der wiederholt doch sowieso ständig, da mu ich nicht jedes Mal kommen“). An der Uni darf man ruhig ein höheres Niveau anpeilen… ;).

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