wandel

Adi 5767zwei wochen „zwangsurlaub“ sind nun vorbei. und da einige von uns bloggern scheinbar nichts besseres mit unserer zeit anfangen können, gab es auf recht vielen blogs änderungen am design. am auffallendsten ist die änderung bei chajm. von einem sachlich-ruhigen design hat der zeitgeist ihn in eine bunte (schrille) blogwelt katapultiert. na ja. er nennt es ja selbst noch „experimente“ 🙂 . auch yoav hat leicht die stellschrauben seines designs verändert und nun begrüßt uns eine helle seite mit leuchtend grünen elementen.

die änderungen an meinem blog-design haben sich über einige wochen hingezogen, nachdem ich zu beginn schon das template bei anna gesehen habe und es zu der grundlage meines blogges gemacht habe. in der letzten woche habe ich danndie zeit gefunden und den banner überarbeitet. ich hoffe, das design gefällt euch. für alle die wissen möchten, was der text im banner bedeutet, hier noch einmal das ganze zum mitlesen und in übersetzung:

וַיָּשָׁב יִצְחָק וַיַּחְפֹּר אֶת-בְּאֵרֹת הַמַּיִם, אֲשֶׁר חָפְרוּ בִּימֵי אַבְרָהָם אָבִיו, וַיְסַתְּמוּם פְּלִשְׁתִּים, אַחֲרֵי מוֹת אַבְרָהָם; וַיִּקְרָא לָהֶן, שֵׁמוֹת, כַּשֵּׁמֹת, אֲשֶׁר-קָרָא לָהֶן אָבִיו

Und Jizchak grub wieder auf die Wasserbrunnen, welche sie gegraben in den Lebtagen seines Vaters Abraham, und welche die Pelischtim verstopften nach dem Tode Avraham’s. Und nannte sie mit Namen, mit welchen sein Vater sie benannt hatte.
(Bereschit 26:18 [Übersetzung nach Zunz])

ich glaube, dass dieses bibelzitat die rolle von uns juden im heutigen deutschland sehr gut wiederspiegelt und ich hoffe, einen kleinen beitrag selbst dazu beisteuern zu können.

p.s.: meine blogroll erlebt häufiger kleine änderungen. neu aufgenommen habe ich z.B. die seite von Dr. Blume, seines zeichens religionswissenschaftler. er hält einige gute und interessante beiträge zum thema religion parat. ein regelmäßiger blick lohnt sich daher sehr.

6 Gedanken zu „wandel

  • 6. Januar 2008 um 15:56
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    oh, wow!
    ich habe mich tatsächlich gefragt, was du damit sagen willst. offensichtlich war ich aber allzu sehr an das eine denkmuster gewöhnt, nämlich diese stelle als hinweis auf jizchuks nachträgliche versöhnung mit seinem vater zu verstehen: trotz des großen bruches, der die familie geteilt hat, knüpft jizchuk an seine wurzeln wieder an und lässt die familien- und heilsgeschichte weitergehen…

    die anspielung auf die geschichte der juden in deutschland ist mir also nicht eingefallen. und nun wo du sie erklärt hast, finde ich sie sehr schön. kurz, bündig, prägnant… sie bildet einen supertollen untertitel bzw. „leitspruch“!

    allerdings eher „an und für sich“ bzw. in intellektueller hinsicht… denn in sachlicher hinsicht hab ich bedenken gegen die auffassung, dass das, was seit der neuen judenpolitik der ddr/brd hierzulande zu sehen und zu erfahren ist, eine neuanknüpfung an das bzw. wiederbelebung des damaligen jüdischen lebens sei. aber das ist wiederum was anderes.

  • 6. Januar 2008 um 15:59
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    „aber das ist wiederum was anderes“ – gemeint ist, dass wir damit bei einem anderen thema wären…

  • 6. Januar 2008 um 16:15
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    yoav, ich bin was die wiederbelebung von judentum nach der shoah angeht ein sehr zerissener mensch. auf der einen seite denke ich, dass das, was jetzt z.b. hier in deutschland entsteht etwas ganz neues ist, auf der anderen seite sehe ich, dass alte synagogen wieder renoviert werden, an alten stellen wieder jüdisches leben entsteht usw.

    wenn wir die brunnen unserer vorväter wieder graben, nachdem sie verschüttet wurden, macht es dies vielleicht deutlich. der ort ist vielleicht noch der selbe und auch der name, aber das wasser, welches wir aus ihnen schöpfen ist nicht mehr das selbe.

  • 6. Januar 2008 um 16:53
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    Der Ort ist derselbe Ort? Inwiefern kann ein Ort nicht mehr derselbe sein? Vielleicht wenn dort andere Menschen leben? Also sind auch die Orte, die du meinst, nicht mehr dieselben.

    Die Namen sind zwar dieselben Namen und bilden die Kulissen, die zur Aufführung der neuen Judenpolitik notwendig sind.

    Und schließlich: Isaak ist hier nicht der Sohn Abrahams.

  • 6. Januar 2008 um 22:50
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    Danke für die Blumen! Und willkommen auch auf meiner Blogroll! (-:

    Zum Diskussionsthema: Ist denn Wasser, das aus einer Quelle springt, je das gleiche Wasser?

    In Stuttgart haben wir (d.h. die jüdische Gemeinde, die Stadt und das Land) seit diesem Jahr erstmals einen festen Platz für die Chanukkia am Schlossplatz, wo sie von nun an entzündet werden wird. Und ich habe bisher kein besseres Bild für die neue Entwicklung in Deutschland gesehen als das Licht, das nach dem Plan einiger Menschen hätte eigentlich erlöschen sollen; dass nun aber, Licht für Licht, wieder erstrahlt.

    Aber vielleicht bin ich auch einfach zu optimistisch, kommt davon, wenn man (auch) in Heidelberg (nahe der Hochschule für jüdischen Studien und also mit einer Fülle von Studenten verschiedenster Konfessionen) Religionswissenschaft unterrichtet… (-:

  • 8. Januar 2008 um 11:23
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    @Michael Blume

    Hm, ob „jüdische Studien“ (also Theorie) und die einmal jährlich von Chabad Lubavitch aufgestellte Chanukkia einen gleich so euphorisch machen sollte?

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