Tel Aviv – (k)eine Flucht

Abends auf der Ben Jehuda
Abends auf der Ben Jehuda
heute geht es nach tel aviv. mal raus aus der stadt. wir feiern den shabbat-beginn am strand und anschließend übernachte ich bei einer freundin. morgen früh werden wir dann die gemeinde von na’ama besuchen, von der sie immer so begeistert erzählt – mein synagogenhopping geht also auch an diesem shabbat munter weiter. der ausflug ist aber auch eine willkommene gelegenheit was anderes von israel zu sehen. ich mag jerusalem sehr, aber man will ja auch nicht betriebsblind werden. und so freue ich mich auch darauf, einfach mal eine weile am stand zu liegen und das meeresrauschen und die natur zu genießen.

man glaubt es kaum, aber die ersten vier unterrichtswochen sind abgeschlossen. die zeit rast wirklich dahin. sichtbar wird es daran, dass die erste einheiten, die wir uns vorgenommen haben zu lernen, abgeschlossen sind und, dass wir uns ab nächster woche auf „rosh hashanah“ konzentrieren werden. sowohl unser talmudstudium, als auch der unterricht zu halacha und liturgie werden sich dem jahresbeginn zuwenden.

vielleicht lerne ich nebenbei auch, wie man ein shofar vernünftig bläst. es muss doch einen trick geben, dass es nicht so grausam klingt (wenn ich es versuche). ziel: es soll so schön klingen, wie jenes, welches mich jeden morgen weckt. apropro wecken und shofar. der monat elul, der letzte woche begonnen hat, bringt es mit sich, dass sefarden (bezeichnung für „spanische“ juden) erstaunlich früh aufstehen und noch vor sonnenaufgang einen besondern g’ttesdienst feiern – slichot. auch wenn ich normalerweise in einer aschkenasischen (deutschen) welt lebe, finde ich das gegenstück sehr verlockend und viele der bräuche (minhagim) und halachischen auslegungen sehr ansprechend. gerade zu pessach bin ich per selbstdefinition sefarde (es erweitert die möglichen speisen ungemein). jedoch im monat elul macht mich die möglichkeit eine stunde länger schlafen zu können wieder 100% zu einem deutschen juden 🙂 – mit ausnahme der zwei mal, die ich aus interesse eine sefardische syagoge besucht habe/besuchen werde…

aber jetzt erst einmal: tasche packen und ab nach tel aviv.

2 Gedanken zu „Tel Aviv – (k)eine Flucht

  • 30. August 2009 um 06:11
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    Liebe Grüsse aus Südschweden und Shofarblasen kann Dir unser Yoram beibringen, der kann das super, allerdings spielt er auch Klari nebenbei 😉

  • 31. August 2009 um 20:40
    Permalink

    Guten Tag,

    bei meiner Diplomarbeit besteht im Rahmen einer Umfrage zum Nahostkonflikt die Möglichkeit seiner Meinung eine Stimme zu geben. Da ich alle Ansichten berücksichtigen muss, ist es unvermeidbar, dass einige Fragen überaus provokant wirken müssen. Hierfür bitte ich um Ihr Verständnis. Der Link lautet:
    http://ww3.unipark.de/uc/umfrage_nahostkonflikt/

    Vielen Dank für Ihre Hilfe!

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