This year …

Halima Krausen hat auf Facebook eine wunderbare und auch sehr interessante Version von Chad Gadya gepostet, die sie aus den Tiefen des Internets gefischt hat.Die Version wird von dem arabisch-jüdischen Frauenchor „Shirana“ gesungen (www.ajcc-jaffa.org). Text von Angelo Branduardi (basierend auf der Pessach Haggadah), Der interessante Schluss ist von Chava Alberstein.

[youtube=xoAw_J3CnUQ]

Chad Gadya ist eines der bekanntesten Lieder, die zu Pessach und im Speziellen zum Pessachseder gehören. Traditioneller Weise wird es am Ende gesungen,  gehört aber meiner Meinung nach thematisch zu „Vehi She’amda“ [und das ist es, was stand …]. An dieser Stelle wird im Pessachseder erzählt, dass in jedem Zeitalter sich Menschen und Nationen gegen Juden erhoben haben, aber G’tt uns Juden zur Seite stand. Chad Gadya besingt diesen Teil der jüdischen Geschichte.

Entsprechend jüdischer Kommentatoren steht das Lämmchen für Yisrael/das jüdische Volk, welches von dem Vater, d.h. von G’tt für zwei Zusim, das sind die zwei Gesetzestafeln, oder die mündliche und schriftliche Torah erworben wurde. In dem Lied wird das Lämmchen von einer Katze gefressen, die von einem Hund gebissen wird, der von einem Stock geschlagen wird. Der Stock wird vom Feuer verbrannt, dieses wird durch Wasser ausgelöscht. Das Wasser wird von einem Ochsen getrunken. Der Ochse findet sein Ende beim Schochet, d.h. Metzger, der wiederum vom Engel des Todes heimgesucht wird. Am Ende tritt G’tt auf und vernichtet den Tod.

Als Geschichtsbuch liest sich das Lied wie folgt: Lämmchen=Yisrael, Katze=Assyirien, Hund=Babylon, Stock=Persische Reich, Feuer=Griechische Herrschaft, Wasser=Rom, Ochse=Sarazenen, Schochet=Kreuzfahrer und der Engel des Todes=Osmanen. [Hier ist noch eine weitere Interpretation.]

Wenn man heute Verse hinzufügen müsste, was wäre angebracht?

Chag Sameach!

Ein Gedanke zu „This year …

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