Einleben.

Liebe Leserinnen und Leser,

seit meiner Rückkehr aus Israel bin ich damit beschäftigt, mich hier in Berlin wieder einzuleben und mein reguläres Studium wieder aufzunehmen. Es macht mir viel Spaß, vor allem die Aussicht, wieder so richtig als Rabbinerstudent tätig sein zu dürfen.

So gab es wieder G’ttesdienste, die ich hier leiten konnte, Workshops, die ich gegeben habe, Seminare an denen ich teilnehmen durfte und und und. Ich bin also richtig gut eingepackt. Am Geiger Kolleg hatte ich auch gleich wieder Unterricht und es war ein wenig, als ob ich niemals weg war.

Letzten Shabbat hatte ich dann die Ehre, auf Machane zu fahren. 80 Kids haben mir mal so richtig gezeigt, dass jüdisch sein in Deutschland wirklich viel Spaß bereiten kann. Ich habe viel gelacht und war richtig glücklich über mein erstes Machane-Erlebnis. Auch wenn es nur ein langes Wochenende für mich war, ich komme gerne wieder.)

Wie Ihr, werte Leser und Leserinnen, sicher schon gemerkt habt, war in den letzten Wochen nicht viel los hier auf Simanija.eu und soviel kann ich jetzt schon sagen, es bleibt vorerst dabei. Derzeit konzentriere ich mich auf wichtige Arbeiten, die ich für die Uni und das Kolleg schreiben muss. Ich denke, dass ich mich nach den Hohen Feiertagen wieder zurückmelden werde.

Ich wünsche Euch allen einen guten Monat Elul. Möget Ihr ein wenig Zeit finden, in Euch gehen zu können, um das letzte Jahr noch einmal zu betrachten. Es ging schnell vorbei, und doch hat es viele Spuren hinterlassen, die nicht einfach so verwischt werden sollten …

Chodesch Tov

friedensterroristen

eine persönliche stellungnahme

natürlich bin auch ich schockiert. die eskalation vor dem  gaza-streifen berührt mich in vielfacher hinsicht und macht mich  hilflos. hilflos, weil kein argument helfen wird, um das was geschehen  ist, nämlich den tod von menschen, rückgängig zu machen ist, und  hilflos, weil es nicht möglich ist, jemals objektiv das zu beschreiben,  was passiert ist.

die reaktion deutscher medien und die vieler meiner freunde ist eindeutig: israel hat überreagiert und hat sich völkerrechtswiederig verhalten. israel hat dringend beötigte hilfe für den gaza-streifen blockiert. und und  und. wie soll ich auf solche vorwürfe reagieren, wenn ich, wie viele andere auch, nur die halbe wahrheit als die ganze ansehen möchte. Mehr lesen

Thats it!

Ja, das war es. Ein (akademisches) Jahr ist rum. Gestern hat die Jeshiva ihre Türen geschlossen. Jetzt bin ich dort kein Student mehr, sondern ein Ehemaliger, ein Alumni. Ein komisches Gefühl.

In meinem Blog habe ich vor kurzem einen längeren Beitrag über die Yeshiva geschrieben und eine Bilanz in Sachen Lernen gezogen, heute will ich eine erste Bilanz über meine Zeit hier ziehen. Ich bin zwar noch 21 Tage in der Stadt, aber die werden von Ulpan, Buchsuche, Schreiben einer Hausarbeit und dem Zionistischen Weltkongress geprägt sein, so dass ich über die meine Eindrücke lieber jetzt schreiben möchte, so lange sie noch so schön lebendig sind. Mehr lesen

Chag Schawuot Sameach

es ist kaum zu glaube, aber der heutige tag läutet die letzte runde (oder besser gesagt, den letzten monat) dieses besondern studienjahres für mich ein. shavuot ist das letze der drei pilgerfeste und ich bin mir sicher, das es ein besonderes werden wird. es ist nämlich auch  gleichzeitig der abschied von vielen meiner mitstudenten aus der yeshiva.

die meisten reisen schon in der nächsten woche ab und ich selbst verbringe die vormittage inzwischen wieder in einem ulpan (um mein hebräisch noch etwas verbessern zu lassen, was nach dem vielen englisch kein fehler zu sein scheint) und die nachmittage in der bibliothek, um materialien für meine abschlussarbeiten zu sammeln.

heute nacht werde ich also mit vielen meiner neuen freunde ein letztes mal studieren und am morgen an der kotel (klagemauer) den sonnenaufgang erwarten. ich freue mich wirklich darauf.

euch wünsche ich einen schönen feiertag.

CHAG SAMEACH