Lesezeichen – Simanija » Archiv
dialog
am wochenende hatte ich die ehre, beim gründungstreffen des jungen forums innerhalb der “begegnung christen und juden” als jüdischer gastreferent teilzunehmen. da die runde recht klein war, war es mir möglich, zum einen die ganze zeit teilzunehmen und b. mich auch die ganze zeit einzubringen. nun muss man sich als jude natürlich die frage stellen, was ein solcher dialog eigentlich soll und wohin er schlussendlich führen soll. und natürlich darf man auch nicht die augen vor einer kritischen rückschau nicht verschließen. dafür erlaube ich mir folgende provokante these: eigentlich hat der christlich-jüdische dialog der letzten 60 jahre versagt. wenn die zielsetzung des dialoges war, dass in deutschland ein offenes, menschen respektierendes klima herrschen soll, so zeigen sich alle debatten, die wir hinsichtlich des islams gerade in deutschland erleben, als die 180% umwendung dessen. wenn … Den ganzen Artikel lesen »
Veröffentlicht unter: Dialog
simchat-torah 2
es war natürlich selbstvertändlich, dass wir nach dem für mich so neuen, aber dadurch auch umso schöneren G’ttesdienst in der sefardischen synagoge zum Kiddusch eingeladen wurden. das was uns serviert wurde war sehr schmackhaft und aussreichend – übrigens scheint es nach meinen bisherigen erfahrungen die einzige gemeinde in berlin zu sein, die eine fleischige küche hat (bitte korrigiert mich, wenn ich falsch liege). mit einem wohligen gefühl im bauch und eingigen ohrwürmern der dort vernommenen melodien folgte eine kurze nacht. das wiederkommen am ächsten morgen war für mich beschlossne sache und so änderte ich mein hopping durch die berliner synagogen-szene kuzfristig ab und kam auch am sonntag in der früh wieder in die gemeindeum simchat torah dort zu feiern. ich bedaure, dass ich euch keine fotos oder einen film präsentieren kann. wie … Den ganzen Artikel lesen »
Veröffentlicht unter: Berlin, Synagogentest
simchat-torah 1
eigentlich bin ich ja nicht der größte fan von berlin, aber das letzte wochenende hat dazu beigetragen, dass ich doch noch einer werden könnte. natürlich nur in bezug auf das jüdische leben, was sich über die letzten tage hin als außerordentlich vielseitig gezeigt hatte, über den rest der stadt und meiner dazugehörigen eindrücke lege ich mal lieber den mantel des schweigens. nun gut. fangen wir damit an, dass ein besuch aus israel sich für freitag ankündigte und ich ihm anbot, dass er mich zum G’ttesdienst begleiten könne. besuch aus israel heisst in der regel entweder religiös und orthodox, oder nicht-obeservant und orthodox, libral ist die große ausnahme. ich bot ihm daher vorausschauend an, in einen der tradtitionellen, ortodoxeren synagogen den G’ttesdiesnt zu feiern oder, kontrast muss ja sein, classical reform … Den ganzen Artikel lesen »
Veröffentlicht unter: Berlin, Synagogentest
mal ehrlich
heute habe ich eine nette mail teilen, die ich als antwort auf einen längeren chat vor einigen tagen hatte. irgendetwas muss ich wohl während des chattes falsch gemacht haben, oder richtig. so oder so, ein netter beitrag zu “ich bin ja kein antisemit …“: “späte antwort auf deine letzte message: «ich könnte übrigens nicht rabbiner werden, wenn mein partner nicht-jüdisch wäre.» Erstaunt mich nicht, dass es so ist. Ich meine, wer sich für ein Mitglied von “Gottes auserwähltem Volk” hält ( wie auch immer dieser angebliche Gott, der erfunden wurde, um sich selbst über den “Rest” von geschätzten 99,9% der Menschheit, den sogenannten “goyim” zu erheben; denn WAS könnte bedeutender sein, als von einem leibhaftigen Gott auserwählt zu sein??), kann sich selbstverständlich nicht mit etwas anderem verbinden. Ich halte nichts von solchen, … Den ganzen Artikel lesen »
Veröffentlicht unter: Antisemitismus, Reaktionen
zur person
einige von euch haben es ja schon mitbekommen, jetzt möchte ich euch alle auf den neuesten stand bringen. seid einiger zeit bin ich am abraham geiger kolleg in potsdam/berlin und habe meine ausbildung zum rabbiner begonnen. das letzte jahr war für mich, nach dem ausstieg aus dem buchhändler-leben ein testlauf und inzwischen habe ich mich entschieden, dass dies der richtige weg für mich ist – mit der notwenigen unterstützung durch HaShem. von dem, was ich inzwischen miterleben konnte, kann ich sagen, dass das kolleg in verbindung mit der uni potsdam eine gute und solide basis für eine gute ausbildung bietet und dass einem die ecken und kanten, die man so mit sich bringt, gelassen werden. die drei rabbiner, die vor kurzem ordiniert wurden, haben mir hoffnung gegeben, dass ich am ende der … Den ganzen Artikel lesen »
Veröffentlicht unter: Abraham Geiger Kolleg, about me








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