Law of Return *Update*

Law of Return *Update*

Heute morgen habe ich noch den Brandbrief von IRAC über die Gesetzespläne zur Änderung des Law of Return hier gepostet und nun gibt es schon eine erste Entwicklung, die IRAC als positiv wertet. Das Gesetz ist erst einmal auf Parkposition. D.h. es wird nicht ohne Rücksprache mit der Diaspora beschlossen, und auch nicht mehr in dieser Legislaturperiode.

IRAC המרכז לפלורליזם יהודי We did it! Thank you to everyone that sent a letter to the Israeli goverment on the proposed conversion bill . Please pass on our message to your friends by ‚clicking‘ share.

The law has put been on hold, they cannot vote on this legislation with discussing it with you – Diaspora Jewry.

kann man auf der Facebook-Seite von IRAC lesen.

Ich denke nicht, dass es uns davon entbindet, weiterhin gegen den Gesetzesentwurf zu protestieren. Alleine, dass ein solcher Entwurf auf den Tisch gekommen ist, ist ein Skandal. Juden in der Diaspora und in Israel müssen weiterhin klar machen, dass es zwischen beiden Modellen (leben in Israel und leben in der Diaspora) ein starkes Band gibt, dass nicht zerschnitten werden darf. Die Umsetzung des Gesetzentwurfes hätte mit Sicherheit das Band nachhaltig beschädigt und eventuell sogar auf einen einzelnen Faden reduziert.

Was denkt Ihr?

Auf der JTA Seite gibt es einen weiteren ausführlichen Artikel.

Revolutionäre Entscheidung

Revolutionäre Entscheidung

In einer revolutionären Tschuva hat Rav Ovadia sich für die  Anerkennung von konservativen Konversionen ausgesprochen. Damit hat einer der wichtigsten (wenn nicht sogar der wichtigste) sefardische Posek (jemand, der halachische Entscheidungen fällt) eine bisherige, in der orthodoxen Welt übliche Praxis, aufgeweicht.

Während ultra-orthodoxen Gruppierungen derzeit massiv versuchen, die Ablehnung von nicht-orthodoxen Gijurim (Konversionen) auch für das Recht auf Alija (Einwanderung nach Israel) in staatliches Recht umzuwandeln, schlägt die Entscheidung von Rav Ovadia Yosef genau die andere Richtung ein.

הרב עובדיה יוסף - תצלום: ליאור מזרחי / באובאו
הרב עובדיה יוסף - תצלום: ליאור מזרחי / באובאו

Die halachische Entscheidung, die vergangenen Freitag veröffentlicht wurde, wurde auf Grund der folgenden Ausgangslage getroffen: Ein junges Paar hat angefragt, ob es heiraten könne. Er ist ein Kohen, d.h. er gehört der „Priester-Kaste“ an. Für Kohanim gelten entsprechend dem jüdischen Religionsgesetzt (der Halacha) besondere Vorschriften, wen er heiraten kann. Unter anderem darf er keine Frau heiraten, die selbst zum Judentum übergetreten ist. In dem beschriebenen Fall war die Mutter der jungen Frau vor einem konservativen Rabbinergericht übergetreten. Die junge Frau ist nach nicht-orthodoxer Auffassung von einer jüdischen Mutter geboren worden und damit jüdisch geboren und somit erlaubt mit einem Kohen die Ehe einzugehen. Rav Yosef hat genau diese Auffassung mit seiner spektakulären Entscheidung bestätigt. Hätte er es nicht getan, hätten die beiden nach orthodoxem Ritus nicht heiraten können.

Egal wie man persönlich zu der Frage steht, ob der Priester-Status und die damit verbundenen Vorschriften noch Zeitgemäß sind, so hat die Entscheidung doch eine Pilotwirkung (hoffe ich zumindest).

Quelle und weitere Informationen hierzu findet Ihr hier, oder in englischer Übersetzung hier